Pfusch am Bau 2

Pfusch am Bau

Ein großer Höhepunkt im Leben von Menschen ist das Beziehen der eigenen 4 Wände. Ein langer und schwieriger Prozeß ist endlich vollendet.
Wohl dem, der dem Gespenst „Pfusch am Bau“ entgehen konnte. Die kluge Einbeziehung fremder Erfahrung hat sich bezahlt gemacht – durch Zufriedenheit, Gesundheit und noch immer bestehende soziale Kontakte.

Anders jene, die an der falschen Stelle gespart haben. Das dann drohende Gespenst „Pfusch am Bau“ kostet nicht nur Geld, Zeit und Nerven, letztlich droht sogar der Totalverlust von Objekt (Haus, Finanzen) und Subjekt (Gesundheit, soziale Kontakte).

Gänzlich unbeachtet und doch kein unwesentlicher Hauptgrund für „Pfusch am Bau“ sind die neuen Anforderungen an einen Bauherren. Er wird schließlich von heute auf morgen und ganz automatisch Jungunternehmer und Führungskraft für alle am Bau Beteiligten – ein riesiger Anspruch.
Und das um so mehr, je weniger er darauf vorbereitet und eingestellt ist.

Niemand hat etwas zu verschenken, auch die ausführenden Firmen nicht. Wenn nichts verdient wird, kann keine Firma überleben. Alle Gewährleistungsvereinba-rungen sind dann Makulatur.

Die Auftraggeber müssen dieses beherzigen und nicht nur den billigsten Bieter beauftragen. Der Staat als Negativbeispiel macht es tagtäglich mit seinen Vergabegesetzen vor! – Die Firmen beschäftigen sich seit Jahren mit dieser gesetzlichen Misere und haben mehr oder weniger funktionierende Tricks zum eigenen Wohl entwickelt. Logisch oder? und Sie als Jungunternehmer???

Erst ganz langsam merken aufmerksame Bauherren oder Käufer, dass ihre Vorstellungen von Bauqualität und Termin-einhaltung weit von denen ihres Baupartners abweichen.
Zweifel und Unzufriedenheit, Ärger und oft Verzweiflung bis zu gerichtlichen Auseinandersetzungen vor und nach Fertig-stellung haben den Traum „DAHEIM“ zum Horrorszenario werden lassen.

Bei haustechnischen Gewerken sollten wegen der späteren Wartung nur ansässige Firmen oder solche aus der näheren Umgebung beauftragt werden.

Pfusch am Bau ist für die Betroffenen ein Fluch, für Sachverständige und Anwälte auch nicht nur ein Segen. Die Betroffenen müssen zusätzlich zahlen, die anderen verdienen.
Pfusch am Bau ist kein Kavaliersdelikt, welches durch Minderungen oder nur leichte Schadenersatzbeträge geahndet werden kann. Zusätzliche Strafsummen sind seit Jahren im Gespräch, leider bisher unbeachtet.

Wenn dann noch in möglichen Prozessen der Richter einen Sachverständigen fragt, »ob diese mangelhafte Ausführung üblich ist« und der Sachverständige dieses leider bejaht, hat der geschädigte Bauherr, Bauträger oder Käufer keine Chance, seine Forderungen durchzusetzen und zahlt noch obendrein die gesamten Rechtskosten, seine und die der Gegenseite.

Achtung:
Falls Ihnen das unglaublich vorkommen sollte, muß ich Sie enttäuschen. U.a. auch ökonomischer Druck verleitet leider zu oft zu sogenannten „Gefälligkeitsgutachten. Leider hat diese Unsitte ebenso wie „Form bricht Recht“ inzwischen gesellschaftlich relevante Dimensionen angenommen. Ihnen entkommen Sie nur mit einem soliden und ehrlichen Gegengutachter. Der kostet Sie zwar wieder zusätzlich, aber er erspart Ihnen die Kosten der Gegenseite und sichert Ihren Besitz.

Bedenken Sie auch:
Mit jedem Fall von Pfusch am Bau steigt die Zahl der Verfehlungen und nähert sich damit einer statistischen Größe von „Normalität“(üblich!). Die Juristen „ticken“ einfach so, einmal aus baufachlicher Unkenntnis und Unsicherheit und zum anderen aus eigener persönlicher Bequemlichkeit, die aber so gut wie nie beweisbar ist.

Letztlich kann der Effekt entstehen, daß eine genügend oft wiederholte Lüge zur Wahrheit werden kann. Nicht umsonst gilt das geflügelte Wort: „Vor Gericht und auf hoher See sind alle „in Gottes Hand““.
Darauf bauen aus ebenfalls handfesten Gründen, (nicht immer ist Gier das Motiv) leider sehr viele Bauträger und auch ausführende Firmen. Grundsätzlich müssen Pfuscher dazu gezwungen werden, den Vertragsgegenstand vertragsgerecht und mängelfrei abzuliefern, unabhängig von den Kosten der Mängelbeseitigung.
Der Gesichtspunkt der Unverhältnismäßigkeit darf eigentlich gerade bei Baumängeln nicht mehr die Richtschnur für Pfuscher und Gerichte sein. Die Schädiger müssen zum vollen Schadenersatz verurteilt werden. Es darf nicht sein, daß die Geschädigten auch noch die Betrogenen sind und auf dem Pfusch sitzen bleiben, die Pfuscher dagegen als Sieger den Gerichtssaal verlassen können und den vermeintlichen Erfolg beispielgebend verbreiten.
Gemessen an einer Fülle konkreter Fälle muß leider bezweifelt werden, ob dieses die Rechtsprechung möchte (Wer hat die Macht?).

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