PV-anlagen Energievernichter?

Nicht nur in der Finanzpolitik werden wir verschaukelt. Die Großindustrie mit ihren eingekauften Lobbyisten hat, wen wunderts, die Politik ebenfalls im Griff. Steuersenkung für Hoteliers, Abwrackprämie für die Autoindustrie, Glühlampenverbot oder EEG-Umlagebefreiung für Großkunden. Dabei liegt der Anteil des Energieverbrauchs in einem Haushalt für Beleuchtung (Glühlampen) gerade einmal bei 1-2%!!!

In diesem Zusammenhang ist auch die Photovoltaik (PV) zu nennen. Es lauern gerade hier mit dem ungelösten bautechnischen Brandschutz noch besondere Gefahren für privates Eigentum. Zig Gebäude hat die Feuerwehr inzwischen schon tatenlos abbrennen lassen müssen, weil die Hochspannungsgefahr der PV-anlagen auf den Dächern ein gefahrloses Löschen verhindert.
Das Versprechen fester Abnahmepreise über 20 Jahre (EEG) der Politik fördert zusätzlich die Vermögensumverteilung von fleißig nach reich.

Beim Energieausweis für ein Gebäude ist der Primärenergieaufwand neben dem tatsächlichen Energiebedarf des Gebäudes ein wichtiger Gradmesser. Er repräsentiert den Energieaufwand vom Vorkommens- und/oder Erzeugungsort über Transport bis zum Einsatz- und Nutzungsort.
Mit dieser Bilanz entsteht die Frage:

Sind PV-Stromanlagen in Deutschland Energievernichter?
Ferruccio Ferroni, Dipl. Ing. ETH, Zürich

Der Ingenieur Ferruccio Ferroni hat mit schweizerischer Gründlichkeit die Energiebilanz der in Deutschland verbauten Photovoltaikanlagen untersucht. Sein Ergebnis ist ernüchternd: Einem Ertrag über (nur rechnerisch erreichbare) 25 Jahre von 1.522 kWh/m2 stehen Aufwendungen von 2.463 kWh/m2 (+62%!!!) gegenüber.

Sein Fazit: Zwar ist es möglich, mit der Photovoltaik elektrischen Strom zu erzeugen, aber man muss dafür wesentlich mehr Primärenergie einsetzen als an elektrischer Energie dank Nutzung der Sonneneinstrahlung in Deutschland herauszuholen ist. Dabei werden keine Kilowattstunden netto erzeugt, sondern es wird Primärenergie unnütz verschwendet. Lesen Sie seine Begründung. (Strg+Klicken)

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2 Gedanken zu “PV-anlagen Energievernichter?

  1. Ich habe den Bericht von Ferrucio Ferroni kurz angesehen. Erstaunlich für mich ist, dass ein mit sogenannt „schweizerischer Gründlichkeit“ recherchierender Ingenieur solche offensichtlich falsche Zahlen publizieren kann.
    Seine Grundlagen, wonach mit 1 m2 Solarpanel nur 10 kWp Leistung erzielt werden könne, und so innert 25 Jahren nur 1522 kWh elektrische Energie zu erzeugen vermöchten, sind (mit heute handelsüblichen Panels gerechnt) um den Faktor 2,5 – 3 falsch.
    Meine eigenen zwei Photovoltaikanlagen, die ich seit Frühjahr 2012 betreibe, haben in den ersten zwei Betriebsjahren einen durchschnittlichen Jahresertrag von 190 kWh/m2 erbracht und erfüllen damit die vor dem Kauf erhaltenen Angaben recht genau. Auch wenn ich zu erwartende leichte Leistungseinbussen über die Jahre einrechne, darf ich über die Lebensdauer von 25 Jahren mit rund 4’400 kWh/m2 rechnen. Da nimmt sich die von Herrn Ferroni errechnete Vergleichszahl von 1’522 kWh/m2 sehr sonderbar aus.
    Entsprechend falsch sind damit natürlich Ferraris Folgerungen im Vergleich mit Kohlekraftwerken.

    • Vielen Dank für Ihren Kommentar. Ihre Darstellung ist für mich aber nur eine Behauptung eines Einzelfalles. Ich würde fragen, inwieweit der deutschlandweite Durchschnitt der Einstrahlungsstunden mit Ihrem konkreten Standort (Schweiz?) vergleichbar ist. Ich würde mich freuen, wenn Sie aus der bisherigen Polemik einen fundierten Meinungsaustausch machen würden, die staatlichen Fördermaßnahmen eingeschlossen.

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