Immer weniger Energieberater

http://www.tagesspiegel.de/politik/energiewende-guter-rat-wird-teuer/6469210.html
Energieberater können Stromverschwendung drastisch reduzieren helfen – doch von denen gibt es neuerdings immer weniger.

Die Bafa-Liste umfasste Ende 2011 insgesamt 4490 Energieberater. Die Dena- Liste enthielt bis Montag lediglich 402 Energieberater. Einer der Gründe dafür könnte sein, dass der Eintrag in die Dena-Liste 150 Euro kostet und jedes Jahr weitere 100 Euro fällig werden, um auf der Liste zu bleiben. Für den Bremer Energieberater Peter Steinmetz ist das ein Indiz „für die Gewinnerzielungsabsicht“ der Dena, deren Unabhängigkeit er bezweifelt. Deshalb hat Steinmetz im November eine Petition an den Bundestag gestellt, um der Dena die Führung der neuen Liste zu untersagen. Knapp 1000 Unterstützer hat er dafür gewonnen.
Nach Einschätzung von Steinmetz müsste eine seriöse Vor-Ort-Beratung rund vier Tage dauern. Würde die Arbeitsstunde mit 50 Euro berechnet, käme er auf 1600 Euro Kosten. Allerdings seien einschließlich des Bafa-Zuschusses von 300 Euro höchstens 500 Euro durchzusetzen. Da verspricht Otto Abhilfe. Derzeit sei eine Erhöhung des Bafa-Zuschusses auf 400 Euro in der Ressortabstimmung. Ingrid Nestle findet dennoch: „Die Bundesregierung stiftet mit ihrer neuen Liste unnötig Verwirrung, statt die Verbraucher mit klaren Informationen beim Energiesparen zu unterstützen.“

Summasumarum: Die Energiepolitik schreit zum Himmel, Dilletantismus aller ortens. Weder Planungssicherheit, dafür aber Bürokratie hoch 3 und zusätzlich noch Verunsicherung der Verbraucher. Chaos ist nichts dagegen. Zu guter Letzt auch noch Streichung der Ausbildungsnachweise, Qualität ade’, und Abzocke bei der DENA-Liste.

Der Verbraucher ist gut beraten, sorgsam und mit Hilfe eines soliden Kollegen das Energiesparpotential zu ermitteln. Erst dann ist eine mögliche Amortisationszeit feststellbar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *