Die eigenen 4 Wände

Die eigenen 4 Wände sind ein schönes und lohnendes Privatziel. Es beeinflußt Ihr ganzes weiteres Leben und das Ihrer Familie.. Aber nicht nur zusätzliche persönliche Verantwortung und Krafteinsatz sind dabei erforderlich. Ihr langfristiger Nutzen ist auch zwingend eingebettet in die gesellschaftlichen Verhältnisse. Für deren Berücksichtigung sind gerade die nächsten Wochen und Monate, ich möchte fast sagen, lebensentscheidend. Denn privates Glück kann man nicht auf dem Boden gesellschaftlichen Unglücks aufbauen.

Der ESM ist zur Zeit das letzte, entscheidende und sehr effektive Mittel, Verluste von Banken und Hedgefonds zu sozialisieren, auf die breiten Volksmassen abzuwälzen. Dennoch ist dieses Ziel nur zweitrangig. Erstrangiges Ziel ist ein Chaos zu schaffen, aus dem heraus der „Ruf nach dem starken Mann“ hörbar initiiert werden kann. Mittel dafür sind die im Vertragstext versteckten, unglaublichen „Ermächtigungsbestimmungen“. Deutschland und die Welt haben leider bittere Erfahrungen mit dem Ermächtigungsgesetz Hitlers machen müssen.

Der heutige BVG-Spruch „Nein, aber“ (Nein zum Antrag auf ESM-Verbot) ist mit seinen höchstrichterlichen Vorbehalten ein zwar noch unsicherer Teilerfolg, aber bei der gesetzmäßigen Gewaltenteilung eines Staates und deren gegenseitige Verquickung, war auch nicht mehr zu erwarten.

1. Die Deckelung der deutschen Beteiligung (190 Mrd.) verschafft Zeit für den weiteren Kampf, mehr nicht. War die Vertragsunterzeichnung des ESM noch ohne Bundestagsbeteiligung erfolgt, so mußte schon der ESM-Vorgänger (211 Mrd.) durch den Bundestag. Mit Unwissen, besser Gleichgültigkeit, der Abgeordneten wurde er durchgepeitscht. In den Wochen und Monaten vor der ESM-Entscheidung (29.06.2012) kam das Wort ESM in den gleichgeschalteten Medien nicht vor. Der offene Brief von 107 anerkannte Ökonomen gegen den ESM wurde abqualifiziert. Von wem? – von einem „Weisen“ (Prof. Bofinger) der Bundesregierung. Na der konnte doch gar nicht anders. Schon seine Weigerung hätte seiner Karriere geschadet. Dem ESM wurde folgerichtig von den Volksverführern (einschl. wesentlicher Teile der Opposition), sogar mit 2/3-Mehrheit im Bundestag zugestimmt. Eindeutige wirtschaftliche und politische Fakten, von der Wahrheit ganz zu schweigen, erfahren Sie hier.

Und nun der heutige BVG-Spruch. Kein Wort über den ESM als untaugliches Mittel aus der Krise. Aber die Würdigung des deutschen Hoheitsrechtes über seinen Haushalt schafft Zeit. Der ESM ist in aller Munde. Der Versuch, ihn im Stillen durchzuwinken, ist gescheitert. Nun wird es bedeutend schwerer, ausreichende Zustimmungen von Bundestag und Bundesrat, wie bisher in der Vergangenheit, zu begründen und zu erreichen. Sicher kann man allerdings nicht sein, daß das nicht doch wieder passiert.

2. Der völkerrechtliche Vorbehalt am ESM schafft ebenfalls Zeit. Formaljuristisch müssen entsprechende Vertragsergänzungen eine erneute Zustimmungsrunde in allen Euro-Staaten durchlaufen.

3. Leider gibt es genügend Winkelzüge in der Politik, die der EZB ein „Weiter so“ erlauben können. Deshalb drängt die Zeit zu weiterer und wachsender Aktivität gegen den ESM.

4. Ich hoffe, daß im Hauptverfahren die skandalösen Ermächtigungsbestimmungen
– Aufgabe nationaler Souveränität
– offene Obergrenze
– absolute Imunität und Straffreiheit der Direktionsmitglieder des ESM
– Geheimhaltung
angesprochen und vereitelt werden.

Schon heute waren die Medien außerstande, dieses Thema, abgesehen von verstärkten Desorientierungen, von der Tagesordnung zu nehmen.

Eine wachsende Öffentlichkeit kann Regierung und Opposition (außer der Linken) wirksam daran hindern, diesen unglaublichen Irrweg weiter zu beschreiten. In diesem Zusammenhang erscheint der Besuch Trettins bei den „Bilderbergern“ im Mai 2012 in einem ganz neues Licht (Gleichschaltung der Opposition). Die Situation ist kompliziert und für die meisten unverständlich. Aber die Frage „Wem nutzt es?“ hilft bei der Orientierung. Alle bisherigen „Rettungsgelder“ kamen nicht den Griechen, Spaniern oder Portugiesen zu gute. Wem also?, wem nutzt es? (Cui bono?)

Vor drei Monaten noch waren es angeblich Hilfen „für Griechenland“. Dort kamen sie aber nie an! Sie landeten schon damals bei den „Zockern“!

Der Beschluß (gegen die deutsche Stimme der Bundesbank) zum unbegrenzten Aufkauf maroder Staatspapiere der EZB aus der letzten Woche wird nun schon deutlicher. Zur „Effektivitätssteigerung“ sollen diese Gelder nun ohne Umweg direkt bei den Besitzern (Banken und Hedgefonds) dieser maroder Staatspapiere ankommen. Wem nutzt es also, der griechischen Hausfrau oder Rentner, dem portugisischen Fischer oder Staatsangestellten?

Wen es interessiert, der erhält auch Antwort. Nicht in den abhängigen Medien, die vertreten Regierungs- und damit Machtinteressen. Nein, aber vielleicht hier:
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/michael-brueckner/jetzt-geht-s-mit-vollgas-in-die-schuldenunion.html

Aber Hauptthema ist nicht der ESM, sondern das falsche Geldsystem und die Macht der Hochfinanz. „Wer Geld hat – hat die Macht, wer Geld gibt – übt Macht aus.“ Deren Ziel?, – die Weltmacht!

Was ist diesbezüglich bisher geschehen?
1913 – die Geldhoheit des Staates wird in den USA an eine Privatbank (FED) abgegeben,
1929 – gesteuerter Zusammenbruch der Börsen (Chaos) in der Welt
1944 – US-Dollar als Weltleitwährung (Bretton Woods) mit Goldstandard (25% des Nomi
nalwertes bei 35 $ pro Unze Gold)
1963 – John F. Kennedy überführt per Präsidentenerlaß das Privatgeld (Federal Reserve)
wieder in die staatliche Hoheit (United States Note), Monate später wird er erchos
sen!
1971 – Nixon hebt einseitig unter Verletzung des Völkerrechts den Goldstandard auf, Li
quidität wird fortan nicht mehr durch tatsächliche Wirtschaftswerte, sondern durch
Geldmenge (Notenpresse) erzeugt
1988 – wird Kanzler Kohl mit dem Versprechen geködert, die bankrotte DDR zu „bekom
men“, wenn er zugunsten des Euro auf die Staatshoheit der D-Mark verzichtet
1994 – Rockefeller vor dem Wirtschaftsausschuss der USA: «Wir stehen am Beginn eines weltweiten Umbruchs. Alles, was wir brauchen, ist die eine richtig grosse Krise und die Nationen werden die «Neue Weltordnung»(Weltregierung) akzeptieren».
1999 – der Euro-Gruppenchef der Finanzminister Jean Claude Junker 1999 in einem Spie
gel-Interview: „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten
einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine
Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann
machen wir weiter, Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

Der Euro, die bewußt initiierten Rettungsschirme bis zum ESM sind genau das Konstrukt. Sehr schwer zu durchschauen und gerade deshalb ist die Frage „Cui bono?“ so wichtig für die Erkenntnis dieses verwobenen Geflechtes.

Das haben wir nicht gewußt!, das haben wir nicht gewollt! Ich höre noch die Aussagen beschämter Deutscher nach dem 2. Weltkrieg. – dennoch hätten sie es wissen können!
Heute sind wir in einer Informationsgesellschaft. Das Internet ist dabei sehr hilfreich. Also was sagen Sie in 10 Jahren Ihren Kindern, Ihren Enkeln?

Fakt ist: Sie werden dann hören, Du hättest es wissen können!!! Gleiches gilt für die Umwelt und die Bildung in diesem wahnsinnigen Profitwahn. Aber die Zeit ist zu kurz, als daß Sie das Schulsystem vor dieser Frage bewahren könnte.

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