Checkliste Grundstück

Die Hohe Schule des Immobilienerwerbs

Der Erwerb einer Immobilie ist kein alltägliches Geschäft (einmal im Leben) und darüber hinaus sehr kostspielig. Eine Entscheidung beeinflußt Ihre Lebensqualität, und u.U. auch die Ihrer Kinder, für die nächsten 50 Jahre.
Und bedenken Sie, Sie entscheiden über Ihren künftigen Lebensmittelpunkt.

Ein Fachkundiger sollte unbedingt an Ihrer Seite sein.
Seine Erfahrung erspart Ihnen Kosten, die sein Honorar bei weitem übersteigen. Denken Sie nur an die aktuelle Entwertung flugplatz-naher Grundstücke in Berlin-Brandenburg oder Frankfurt/M. Eine Vielzahl hoheitlicher Maßnahmen steigern oder mindern Grundstückspreise. Im Negativfall sieht das Gesetz Entschädigungen (bei Umwidmung) vor. Man muß es aber kennen – Nervenkrieg dennoch vorprogrammiert!

Deshalb sollte die Anschaffung eines Gebäudes, und damit auch eines Grundstücks sehr gut überlegt und vorbereitet werden. Dazu ist es vorerst unbedingt erforderlich, dass man die marktüblichen Preise für die bevorzugte Immobilienart genauestens kennt. Denn gerade wenn ohne Makler verkauft wird, gestalten die Hausbesitzer die Preise nicht selten zu ihren Gunsten. Informationen diesbezüglich können unter anderem beim Bauamt der Gemeinde, bei verschiedenen Immobilienmaklern, mit Hilfe von Zeitungs- und Onlineanzeigen sowie durch ein Befragen der Bekannten, Verwandten und Nachbarn, die erst kürzlich eine vergleichbare Immobilie erworben haben, eingeholt werden.
Bei der Ermittlung des Preises spielt letztendlich nicht nur der tatsächliche materielle Wert des Gebäudes eine Rolle, sondern auch die Lage, die vor Ort befindliche Infrastruktur, der derzeit übliche Marktpreis sowie die Quadratmeterpreise für das Grundstück. Ein Haus in einer Gegend, in der ein Supermarkt, eine Postfiliale, eine Schule, ein Kindergarten, ein Schwimmbad und diverse Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung vorhanden sind, ist in der Regel bei gleicher Bauqualität und Ausstattung sehr viel teurer als ein Haus in einem abgelegenen Dorf ohne nennenswerter Infrastruktur.

Hat man sich einen Überblick über die derzeit am Markt üblichen Preise verschafft und diesbezüglich festumrissene Vorstellungen, was das Traumhaus kosten darf und was nicht, so sollte man sich dennoch bei der Immobiliensuche ausreichend Zeit gönnen und sich vor voreiligen Entschlüssen hüten.

Wie man sich einen ersten Überblick, Standpunkt und realistische Preisvorstellung erarbeitet, zeigt Ihnen meine Checkliste „Grundstückswert“, die Sie für 14 € anfordern können. Sie orientiert auf spätere Lebensqualität, bewahrt vor unangenehmen Überraschungen und erspart Ihnen Fehlkosten bis in den 5-stelligen Bereich.

Diesbezüglich ist es besser, ein paar Häuser zu viel besichtigt zu haben, als sich zu früh für eines der erstbesten Gebäude zu entscheiden. Auch sollte man sich durch etwaige Hinweise seitens des Maklers, dass sich noch sehr viele andere Menschen für das Haus interessieren, nicht aus der Ruhe bringen und sich in diesem Fall auch nicht zu einer Entscheidung drängen lassen, die man letztendlich bereuen könnte.

Auch sollte man sich von einem zu hohen Preis nicht irritieren lassen, sondern Grundstück/Haus auch dann besichtigen, wenn die im Exposè angegebenen Anschaffungskosten das Budget um bis zu 20 000 Euro übersteigen. In den meisten Fällen kann das Haus selbst dann heruntergehandelt werden, wenn anfangs glaubhaft versichert wird, dass eine Preissenkung auf Grund der hohen Qualität grundsätzlich nicht möglich wäre. Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert, ein vorerst niedrigeres Angebot zu unterbreiten und abzuwarten, wie der Verkäufer darauf reagiert.

Wenn wirklich ein sehr großes Interesse an einer bestimmten Immobilie besteht, so sollte als letzter Schritt vor dem großen Ereignis ein fachkompetenter Gutachter mit der Abschlussbesichtigung des Hauses beauftragt werden. Ein Fachmann sieht oftmals sehr viel mehr als ein Laie und mitunter werden auf diese Art und Weise bislang verborgen gebliebene Mängel aufgedeckt, die den Kaufpreis noch einmal ordentlich nach unten drücken können. Außerdem kann der Käufer durch diese Maßnahme sicher sein, nicht zu viel für die Immobilie bezahlt zu haben.

Ist man gewillt, das Haus unbedingt zu dem Preis zu kaufen, der den individuellen Vorstellungen und dem persönlichen Budget entspricht, so sollte man dies dem Verkäufer in aller Deutlichkeit vermitteln und diesbezüglich eine angemessene Bedenkfrist setzen.
Der aktuelle Aufwand lohnt sich immer.
Ergebnis ist eine lebenslange Zufriedenheit und die Überzeugung, nichts versäumt oder unversucht zu haben.

Bitte sparen Sie nicht an der falschen Stelle.

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